Berlin
Sommer in der Stadt
Sommerfreuden in Berlin
Wo könnte man einen schöneren Sommerurlaub verbringen als in Berlin? Wo ein 1,3 Kilometer langer Sandstrand nur eine S-Bahn-Fahrt entfernt ist, wo es an der einen Straßenecke peruanisches Eis zu kaufen gibt und an einer anderen Berliner Weiße mit Schuss. In Berlin liegen Strandbars neben Operettenbühne und die Parks verwandeln sich in Speisezimmer unter freiem Himmel. Niemand muss sich zwischen Natur und Kultur entscheiden  oft liegen die Möglichkeiten nur ein paar Meter voneinander entfernt.


Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße, so reimte der Berliner Dichter Kurt Tucholsky 1927. Er würde wahrscheinlich staunen, wie nah die Stadt seinem Ideal inzwischen gekommen ist. Keine andere deutsche Metropole hat so viele Strandbars wie Berlin  oft aufgeschüttet aus original Ostseesand. Unweit der Friedrichstraße und der Museumsinsel liegt zum Beispiel die Strandbar Mitte, die 2002 als erste urbane Beachbar Deutschlands eröffnet wurde und immer noch zu den klaren Favoriten zählt. Egal in welchen Teil von Berlin man sich befindet, der Strand ist nie weit. In Friedrichshain lockt der Oststrand mit Spreeblick und Liegestühlen auf dem Deck eines alten Lastschiffs. Im Westen liegt der Ku damm Beach mit Loungemöbeln auf einer beleuchteten Seeterrasse. Soviel Konkurrenz macht kreativ. Kein Wunder, dass in Berlin auch die erste  Skybeachbar entstanden ist. Das Deck 5 befindet sich auf dem obersten Stock eines Parkhauses. Mit dem Lift oder über einen versteckten Seiteneingang geht es hinauf, hoch über die Dächer von Prenzlauer Berg. Wo früher Autos parkten, haben die  Freiluftrebellen 80 Tonnen Sand aufgeschüttet und Liegestühle und Sonnenschirme aufgestellt.

Grüne Schattenplätze

Berlin ist voll von baumbestandenen Plätzen, die im Sommer zu einer Pause im Schatten verleiten. Dazu gibt es über die ganze Stadt verteilt zahlreiche Parks zum Picknicken, Grillen oder einfach zum gepflegten Nichtstun. Besonders idyllisch ist es im Botanischen Garten in Berlin-Dahlem. Zwischen Palmenhäusern, künstlich angelegten Seen und blühenden Feuchtwiesen finden sich einsame Bänke, auf denen sich der Besucher ausruhen kann - mit Blick ins Grüne. Direkt neben dem Botanischen Garten liegt die Koenigliche-Gartenakademie. Dort kann man die Blütenpracht nicht nur genießen, sondern auch mehr über Zucht und Landschaftsarchitektur erfahren. Gabriella Pape hat die von dem legendären Berliner Gartenplaner Josef Lenné gegründete Lehranstalt wieder zum Blühen gebracht. Im Sommer bietet sie Kurse und Führungen durch die historischen Gewächshäuser und die  lebendigen Gärten an.

Lebendig geht es auch in den anderen Berliner Parks zu. Jüngere Besucher und Berliner zieht es vor allem in die Parks der Szenebezirke wie den Volkspark Friedrichshain oder den Mauerpark in Prenzlauer Berg. Am Wochenende lohnt es sich früh zu kommen, um einen der knappen Plätze auf der Wiese zu ergattern. Oder man schlendert herum und staunt  denn an sonnigen Tagen verwandeln sich die Berliner Parks in Spielwiesen für exotische Sportarten: Jongleure üben neben Capoeira-Tänzern, Slackliner balancieren auf gespannten Gurten zwischen den Bäumen. Und an den Felsen im Volkspark Friedrichshain trainieren regelmäßig Kletterer ihre Muskeln. Besonders gute Bedingungen für Funsportler bietet der Flughafen Tempelhof, dessen Rollfeld sich 2010 in einen riesigen Park verwandelt hat. Auf den asphaltierten Startbahnen ziehen Rollerblader und Radfahrer ihre Runden. Im Frühjahr soll dort auch ein Segway-Verleih eröffnen. Das weitläufige Gelände liegt auf einem Hügel, wodurch hier immer eine leichte Brise herrscht. Das ist gerade im Sommer angenehm und bietet außerdem ideale Bedingungen zum Drachensteigen und Kitesurfen.



Draußenkultur & Gastronomie

Ein Stadtplan und eine Sonnenbrille  viel mehr braucht man nicht, um in Berlin ein paar entspannte Sommertage zu verbringen. Das Leben spielt sich im Freien ab, Tische und Stühle säumen die breiten Gehwege und in Berlin-Mitte wird die Straße zum Laufsteg. Wer da mithalten will, deckt sich bei der Brillenagentur Lunette mit  Vintage Sunglases ein. Die Inhaber haben einen großen Fundus an zum Teil ungetragenen Sonnenbrillenmodellen aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren zusammengetragen, die sie mit Gläsern nach den neuesten UV-Standards aufrüsten. Im Ladengeschäft in der Marienburger Straße gibt es Klassiker von Ray Ban, unbekannte Modelle, die an Audrey Hepburns Stil in  Frühstück bei Tiffany erinnern, und auch eine kleine eigene Kollektion, die von Retro-Modellen inspiriert ist. Und dann heißt es die bebrillten Augen offen halten nach Yo Munchy. Das pistazienfarbene Eismobil hat im Sommer 2010 ein regelrechtes Jagdfieber bei den Berlinern ausgelöst. Der Betreiber Matthias Schwach verrät bei Facebook regelmäßig seinen Standort in der Stadt. Wer ihn findet, dem serviert er köstlichen Frozen Joghurt mit Früchten, Cerealien und Sirup. Den wahrscheinlich exotischsten Eisladen findet man in Berlin-Schöneberg. Der Inhaber des Inka Cafés kommt aus Peru und hat sich auf lateinamerikanisches Eis spezialisiert. Statt Schokolade und Vanille heißen die Sorten hier  Algarrobina oder  Chicha morada und schmecken nach den Schoten des Johannesbrotbaums oder nach blauem Mais.

Essen spielt im sommerlichen Berlin eine große Rolle. Mit den ersten Sonnenstrahlen verwandelt sich die ganze Stadt in ein großes Speisezimmer und der Geruch von Grillgut liegt über den Parks. In vielen öffentlichen Anlagen zum Beispiel im Tiergarten, auf dem Tempelhofer Feld oder im Kreuzberger Viktoriapark ist Grillen auf ausgewiesenen Flächen erlaubt. Das nutzen Großfamilien genauso gerne wie Studenten, die hier mit Freunden einen entspannten Tag verbringen. Wer gerne im Freien isst, aber keinen Grill schleppen will, kann den Picknick-Service des Jüdischen Museums in Kreuzberg nutzen. Das Museumsrestaurant Liebermanns verkauft auf Vorbestellung liebevoll zusammengestellte Picknickkörbe mit Humus und Granatapfel-Tabouleh. Gegessen wird im weitläufigen Garten des von Daniel Libeskind entworfenen Museums. Wenn die Hitze nachlässt, zieht es Berliner und Besucher in die Biergärten und Open Air Bars der Stadt. Ein Klassiker ist der Pratergarten, der zentral und doch versteckt in einem Hinterhof der Kastanienallee liegt. Schon 1837 wurde hier Berliner Weiße ausgeschenkt  zu Tingeltangel und Marschmusik. Heute mischt sich im Schatten der alten Kastanienbäume Szenevolk mit Familien aus Prenzlauer Berg. Nicht weit vom Pratergarten entfernt liegen zwei der schönsten Open Air Bars Berlins das Mädcheninternatund der Mauersegler, eine pflanzenüberwucherte Großstadtidylle am Rande des Mauerparks.



Party unterm Sternenhimmel

Auch die Berliner Nächte muss man nicht zwangsläufig in geschlossenen Räumen verbringen. Viele der angesagten Clubs haben Outdoorterrassen, auf denen unterm Sternenhimmel gefeiert wird. Das legendäre Berghain erweitert sich im Sommer um einen Biergarten. Von der Terrasse des Watergate Club hat man einen spektakulären Blick auf die Spree und die Oberbaumbrücke. Und der Sage Club an der Köpenicker Straße lockt seine Gäste sogar mit einem Pool und Liegestühlen. Wer auf der Suche nach besonders originellen Locations zum Feiern ist, sollte einen Blick auf die Seite www.stadtstrandfluss.de werfen. Unter dem Motto  Berlin, Beats & Boats chartern die Veranstalter Schiffe als schwimmende Dancefloors und bringen die Partygäste zu entlegenen Stränden an der Spree. Treffpunkt ist das Arenagelände in Treptow, wo mit dem Restaurant Freischwimmer und dem Badeschiff auch zwei der schönsten Outdoor-Orte liegen.



Höhepunkte der Draußen-Partykultur sind die Musikfestivals. Jedes Jahr am 21. Juni verwandelt die Fête de la Musique die Plätze der Stadt in Bühnen. 750 Bands und DJs spielten im vergangenen Jahr vor 90.000 Zuschauern. Selbstverständlich gratis. Ebenfalls im Juni findet die zweite Ausgabe des  Berlin Summer Rave in den Hangars des Flughafen Tempelhof statt. Angekündigt haben sich unter anderem Westbam und der Berliner DJ Lützenkirchen, der die Berlinhymne  Drei Tage wach geschrieben hat.

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