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Um den reichen kulturellen Traditionen der Stadt nachzuspüren, sollte man unbedingt etwas Zeit mitbringen. Bestens geeignet ist dafür die überschaubare und fußgängerfreundliche Innenstadt. Innerhalb eines 3,5 km langen Promenadenringes gelegen, lassen sich hier viele Sehenswürdigkeiten erlaufen. In der Mädler Passage, die seit Jahrhunderten als vornehmste Flaniermeile der Stadt gilt, laden exklusive Geschäfte zum "Shoppen" ein. Hier hat auch der durch den legendären Faßritt des Dr. Faustus weithin bekannte Auerbachs Keller sein Domizil. Szenen aus Goethes "Faust I" sind nacherlebbar bei einem Besuch des Kellers. Restaurierte Passagen wie Specks Hof, Barthels Hof oder Steibs Hof stehen der Mädler Passage in nichts nach und begeistern mit ihrer faszinierenden Architektur und den neu entstandenen Geschäftsflächen. Seit 1998 ist auch das legendäre Café und Museum Zum Arabischen Coffe Baum, das zweitälteste Café-Haus Europas, wieder geöffnet. Am Marktplatz steht das Alte Rathaus, eines der eindrucksvollsten Renaissancebauwerke in Deutschland. Hier ist auch das Stadtgeschichtliche Museum zu Hause. Auf der Rückseite befindet sich die Alte Handelsbörse mit dem Goethedenkmal. Goethe, der bekannteste deutsche Klassiker, verbrachte in Leipzig seine Studentenjahre und nannte die Stadt liebevoll sein "Klein-Paris". Als Tip, von wo man einen herrlichen Blick über alle diese Sehenswürdigkeiten und das Leipziger Land genießen kann, gilt das Völkerschlachtdenkmal. Es erinnert, ebenso wie die Russische Gedächtniskirche, an die Gefallenen in der Völkerschlacht im Oktober 1813. Nach seinem Umbau erfreut sich der Leipziger Hauptbahnhof, der größte Kopfbahnhof Europas, einer wachsenden Beliebtheit. Täglich kann man bis 22 Uhr durch die neu entstandenen Promenaden bummeln und die imposante Architektur bewundern. Die Nikolaikirche als älteste und größte Leipziger Kirche ist sicher jedem von den 1989 durchgeführten Friedensgebeten bekannt. Von hier gingen die Impulse für die Montagsdemonstrationen aus, die die friedliche Wende zur Einheit Deutschlands herbeiführten.Der Weg wird jeden Besucher auch in die Thomaskirche führen, wo der weltbekannte Thomanerchor seinen Ursprung hat und wo einst Johann Sebastian Bach als Thomaskantor Werke komponierte, die später um die ganze Welt gingen. Sein Grab befindet sich im Altarraum der Thomaskirche. Beliebt sind die Sommerkonzerte in den Monaten Juli und August am dortigen Bachdenkmal sowie die Motetten freitags und samstags mit dem Thomanerchor. (Quelle: Leipzig Tourismus Service e.V.)
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