Sie spannt in ihrer Gemälde- und Skulpturensammlung einen Bogen vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart mit Werken von Delacroix, Liebermann, Corinth, Modersohn-Becker und Beckmann. Glanzpunkte des Kupferstichkabinetts mit seinen rund 220.000 Blatt eines der größten in Europa sind deutsche und französische Zeichnungen und Druckgrafiken des 19. Jahrhunderts sowie das druckgrafische Werk unter anderem von Dürer, Goya, Menzel und Picasso.
Gleich nebenan liegt eines der führenden Bildhauermuseem im Norden das Gerhard-Marcks-Haus. Vorgestellt wird ein breites Spektrum der Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts unter ständigem Bezug auf die Arbeiten des Bildhauers Gerhard Marcks.
Gegenüber reiht sich das Wilhelm Wagenfeld Haus in die Reihe der Museen ein. Es trägt den Namen des international bekannten Pioniers des deutschen Industriedesigns und ist das einzige Ausstellungshaus in Norddeutschland, das ausschließlich dem Thema Design gewidmet ist.
In Bremens bekanntester Straße, der Böttcherstraße, finden Kunstinteressierte das Paula Modersohn-Becker Museum. Vom Bildhauer Bernhard Hoetger konzipiert ist es ein eindrucksvolles Zeugnis seiner expressionistischen Schaffensfreude. Gezeigt werden hier Werke von Paula Modersohn-Becker und Bernhard Hoetger sowie in wechselnden Austellungen die klassische Moderne. Es ist weltweit das erste Museum, das einer Künstlerin gewidmet wurde.
Ein Novum ist das Neue Museum Weserburg: Inmitten der Weser auf dem Teerhof werden Spitzenwerke der Gegenwartskunst aus den führenden Privatsammlungen der Welt gezeigt die repräsentativste Gesamtschau moderner Kunst in Europa. Vereint auf 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, gibt es hier elf Sammlungen deutscher und internationaler Kunst aus den vergangenen 30 Jahren sowie das Archive for Small Press & Communication (ASPC)/Studienzentrum für Künst-lerpublikationen. Dazu präsentiert das Museum die größte Sammlung von Künstlerbüchern aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Sonderausstellungen, Video- und Filmvorführungen, Performances und museumspädagogische Aktivitäten ergänzen das Angebot.
Nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich das Übersee-Museum Bremen. Es zählt zu den international führenden Museen für Natur-, Völker- und Handelskunde und geht auf die Schätze zurück, die Bremer Kaufleute von ihren Handelsfahrten in alle Welt mitbrachten. Mit seinen 9.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist es Deutschlands größtes integriertes Museum für außereuropäische Länder. Das Überseemuseum vereint „die ganze Welt unter einem Dach”. Es stellt die Evolution der Natur und die Vielfalt der Kulturen in aller Welt dar. Es beschreibt die Zusammenhänge von Ökologie und Ökonomie und die Entwicklung von Gesellschaften und Kulturen. Im November 2003 öffnete die langerwartete Dauerausstellung „Ozeanien“ hier ihre Pforten. Die neue Dauerausstellung „Asien Kontinent der Gegensätze“ öffnet im Februar 2006 im Überseemuseum Bremen ihre Tore. Der bevölkerungsreichste und größte Kontinent wird auf fast 2000 qm mit modernster Ausstellungstechnik präsentiert. Die in Deutschland einzigartige Sammlungskombination von Natur-, Völker- und Handelskunde ermöglicht ein interdisziplinäres Ausstellungskonzept beeindruckend informativ und verblüffend unterhaltsam zugleich.
Ein virtueller Spaziergang lässt den Besucher hautnah das heutige und das Shanghai der 20er Jahre erleben, er wandelt auf den historischen Spuren der Seidenstraße oder lernt im Bereich „Glaubenswelten“ Asien als Wiege bedeutender Weltreligionen kennen.
Freunden der Kunst- und Kulturgeschichte bietet der Besuch des Focke-Museums eine ausgezeichnete Möglichkeit, in die Geschichte Bremens einzutauchen. Zu sehen gibt es Ausstellungsstücke aus der Vor- und Frühgeschichte des Bremer Raumes sowie dem frühen Mittelalter. Auch die Schifffahrt kommt nicht zu kurz. Das Programm wird ständig aktualisiert mit Themen zum Kunsthandwerk und Design sowie Fotografie und Kunst.
Die Vielfalt der Bremer Kulturlandschaft wird abgerundet durch Spezialmuseen wie das Bremer Rundfunkmuseum, das Dom-Museum Bremen oder die Schulgeschichtliche Sammlung Bremen.
Bremen hat viel zu zeigen und weiß, was es will. Das vielfältige Kulturleben der traditionell eigensinnigen Hansestadt verleiht Bremen ein einzigartiges Profil.